Sonntag, 1. November 2015

Baxter: Gehirnhautentzündung nach Impfung

Baxter kam am 21. Juli 2015 erstmals zu mir in die Ordination.
Seine Krankengeschichte begann im Jänner 2015, als er 7 Monate alt war. Es begann mit einer Nackensteifigkeit, häufigem Gähnen und einem veränderten Verhalten. Er wollte nicht mehr wirklich spielen und schien krank.
Die folgenden Untersuchungen ergaben, dass Baxter an einer Meningitis (Gehirnhautentzündung) litt. Neben anderen Untersuchungen wurde auch eine Liquorpunktion (Punktion des Rückenmarkkanals) durchgeführt. Eine Ursache für die Gehirnhautentzündung konnte aber nicht gefunden werden.
Da Baxter nun bereits seit einem halben Jahr mit Antibiotika (obwohl nie Bakterien nachgewiesen werden konnten) und Cortison behandelt wurde, die Symptome sich aber nicht verbesserten, wollen seine Besitzer es doch noch mit der Homöopathie versuchen.
Bei der einstündigen Anamnese fanden wir heraus, dass Baxter kurz vor Beginn seiner Probleme eine Impfung erhalten hatte. Wegen Hals- und Ohrenentzündungen hatte er schon früher mehrmals Antibiotika bekommen.
Aufgrund der vermuteten Impfreaktion und der davor häufigen Infekte erhielt Baxter eine einmalige Gabe einer homöopathischen Arznei, die natürlich auch zu allen anderen Symptomen und zum Verhalten von Baxter passte.
Nebenbei haben wir auch die Fütterung von Baxter geringfügig angepasst. Baxter wird gebarft, also mit selbstgemachen rohen Futterrationen versorgt. Wegen des Entzündungsgeschehens haben wir die Menge an guten Ölen, Weizenkeimen und Vitamin D erhöht. Das Cortison wurde einige Tage zuvor bereits von den Besitzern abgesetzt, da sie keine Besserung bemerken konnten.

Am 24. Juli erhielt ich einen Anruf, dass es Baxter drei Tage lang auffallend gut gegangen war. Er hat seit Monaten zum ersten Mal wieder mit dem zweiten Hund gespielt und war viel lebhafter. Aber jetzt ging es wieder deutlich schlechter. Da ich gerade am Weg in den Urlaub war, bat ich, die Arznei zu wiederholen und im Notfall wieder das Cortison zu verabreichen, weil ich nicht erreichbar war.

Am 24. August war Baxter zur Kontrolle in der Praxis. Er hatte kein Cortison bekommen und war laut Aussagen der Besitzer wieder wie ein junger Hund: lebhaft, verspielt und lustig. Nebenbei war die Freude groß, weil Baxter, seit er bei seinen Besitzern ist, immer ein tränendes Auge gehabt hatte. Und das war nun plötzlich auch weg. "Was ich da schon alles porbiert habe", freute sich sein Frauerl.

Baxter wurde mit der Anweisung entlassen, das Arzneimittel dann zu wiederholen, wenn eine Verschlechterung eintreten sollte.
Ende Oktober habe ich mich nochmals telefonsich erkundigt: Baxter hatte einen kleinen Rückfall, der nach der Arznei sofort wieder weg war. Seither ist er völlig beschwerdefrei!
Mit zukünftigen Impfungen muss man bei Baxter sicherlich sehr vorsichtig sein und diese zumindest homöopathisch begleiten.

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